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FIFe Maine Coon Standard
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(Mit Kommentaren von Nina Weigel-Tichy, einer der Mitautorinnen dieses Standards.)
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Die Maine Coon ist eine natürliche Rasse mit liebenswertem Charakter,die ihren Ursprung in den ""working cats"" der Farmen von Nordost-Amerika hat.
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Allgemein
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Gesamteindruck
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Die Rasse der Maine Coon ist grossformatig mit kantigen Kopfumriss und grossen Ohren, breitem Brustkorb, starkem Knochenbau, einem langen hart bemuskelten rechteckigen Körper und einem langen wehenden Schwanz. Gute Muskelspannung und Festigkeit geben der Katze einen Ausdruck von Kraft und Robustheit.
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Grösse
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Mittel bis gross.
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Warum über dem Standard ein einzelner verwaister Satz steht kann ich nicht beantworten. Entweder schien er den Schöpfern dieser Tabelle sinnvoll oder er ist schlicht übriggeblieben bei dem Versuch unseren Vorspann auf diverse Rubriken aufzuteilen.
Unser Präambel und die neue, ausführliche Darstellung des Gesamtausdrucks sind auseinandergenommen und in Teilen mehr oder weniger stilistisch angepasst in verschieden Rubriken untergebracht worden.
Meine erste Anmerkung für Sie beginnt mit der Grösse. Dort steht nicht, dass eine Katze mindestens 120 cm lang sein (das misst man übrigens von der Nasen- zur Schwanzspitze) oder 18 Kilo wiegen muss.
Dass heisst auch, dass eine mittelgrosse Katze bei einem Wettbewerb nicht automatisch weniger Chancen hat als eine grosse. Ich höre die Frage förmlich: "Was ist denn eine grosse Katze?". "Das kommt drauf an!" würde ich Ihnen antworten. Wichtig ist, dass die Katze einen grossen Rahmen hat, wie man bei den Pferden und jetzt auch bei den Maine Coons sagt. Ebenso wichtig ist ein starker Knochenbau und ein sich stahlhart anfühlender Körper ohne jedes Fett. Das Gewicht spielt dann überhaupt keine Rolle, denn es stellt sich entsprechend der Körperdimension und der Bewegungsmöglichkeiten des Tieres ein. Das kann ohne Qualitätsverlust sehr unterschiedlich sein.
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Kopf
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Form
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Mittlere Grösse, kantiger Kopfumriss.
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Profil
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Mit einer sanften konkaven Neigung.
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Stirn
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Sanft gebogen.
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Wangen
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Wangenknochen hochstehend und hervorgehoben.
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Gesicht, Nase, Schnauze
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Gesicht und Nase von mittlerer Länge mit einem kantigen Umriss der Schnauze. Ein deutlicher
übergang zwischen Schnauze und Wangenknochen ist fühlbar.
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Kinn
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Fest, in senkrechter Linie mit Nase und Oberlippe.
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Zum Körper passen muss der Kopf, ist er zu klein oder zu gross im Verhältnis dazu dann wirkt die Katze unharmonisch. Bei Wachstumsschüben haben Sie das bestimmt schon erlebt, dass ihr Liebling plötzlich so in die Länge gezogen aussah und alles an ihm nicht mehr so recht zu passen schien.
Kantig sollen die Kopfumrisse da sein, wo es möglich ist. Wangenknochen können nicht kantig sein.
Viereckig, wie manchmal beschrieben wird, können Katzen auch nicht sein, denn den rechten Winkel gibt es nicht in der Natur.
Manchmal sehen Sie Maine Coons, deren Köpfe wirken, als hätte jemand sie aus dem Werkzeugkasten zusammengesetzt und sei noch nicht ganz fertig geworden mit dem Feinschliff. Solche Tiere entsprechen nicht dem Standard, weil sie ebenfalls unharmonisch sind.
"Die sanfte konkave Neigung" der Nase ist unterschiedlich sanft ausgeprägt und wird von Richter/innen auch sehr individuell gesehen. Konkav ist übrigens nach innen geneigt. Manche Kater haben nach der Neigung zur Nasenspitze hin einen sanften Hügel - "a slight bump on the nose", der tolerabel ist.
Schwieriger wird es bei der sanft gebogenen Stirn. Wir haben lange überlegt, aber nichts Besseres gefunden. Maine Coon haben nämlich eher eine flache Stirn, als eine gebogene. Wir wollten nur einigen Künstlern nicht das Werkzeug in die Hand geben, den Maine Coon nun sofort extrem flache Schädel zu züchten. Es ist alles in Ordnung, wenn Ihre Katze an dieser Stelle keine starken Rundungen aufweist, und wenn ein Richter es moniert, nehmen Sie es hin, er kann halt nicht alles wissen.
Eine Maine Coon mit einem langen Kopf sieht aus wie die Vertreterin einer anderen Rasse. Mittlere Länge von Gesicht und Nase heisst auch nicht, mittellanges Gesicht und lange Nase. Wie oben gesagt muss alles zueinander passen. Diese Rasse hat ihr eigenes Gesicht mit einem, früher sagte man, eulenartigen Ausdruck. Wenn das Gesicht an einen Siamesen oder Orientalen erinnert, ist es vielleicht auch einer.
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Ohren
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Form
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Gross, breit am Ansatz. Mässig spitz zulaufend. Luchs-Pinselchen sind erwünscht. Haarbüschel in
den Ohren ragen über den äusseren Ohrenrand hinaus.
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Platzierung
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Hoch am Kopf stehend mit einer ganz leichten nach aussen gerichteten Neigung. Der Ohrenabstand sollte eine Ohrbreite sein. Der Abstand wird bei älteren Katzen etwas grösser. Der untere Ansatz ist etwas weiter als der obere Ansatz nach hinten versetzt.
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über die Form der Ohren gibt es meiner Meinung nach nicht viel Diskussion. Zu den Luchs-Pinselchen habe ich schon geschrieben, daß diejenigen, deren Katzen sie nicht mehr besitzen, natürlich nicht so viel Wert darauf legen, wie diejenigen, die sogar stolz darauf sind und einem diesen Ohrenschmuck in Zentimetern vorrechnen. Also, sie sollen da sein, weil sie ein Maine Coon Charakteristikum sind. Wenn aber jemand damit wirbt, daß er Spezialist in der Zucht dieser Eigenschaft ist, dann kann man solche Leute nicht zu den seriösen Züchtern rechnern.
Kaum stand im Standard, daß die Ohren groß sein sollten, konnten sie nicht schnell genug riesengroß sein. Wieso muß eigentlich alles unentwegt so übertrieben werden. Wer hat denn gesagt, daß die Katzen damit segelfliegen sollen? Harmonie ist angesagt! Diese Riesenlöffel, die es jetzt manchmal schon bei erwachsenen Tieren zu sehen gibt, sehen weder schön aus, noch sind sie nützlich oder dem Standard entsprechend. Man muß sich doch nicht mit aller Gewalt abheben von anderen. Es dauert sowieso nie lange, dann haben alle alles. Gross steht im Standard, weil die Ohren bei Maine Coons nur noch Perseröhrchen waren.
Die Haarbüschel in den Ohren sind zwar meist noch da, werden aber oft immer spärlicher und kürzer. Sie müssen über den Ohrenrand hinausragen. Ohrenränder sind nämlich kälteempfindlich. Argumente wie: bei uns haben die Katzen es nicht kalt oder anderes sei wichtiger, gelten nicht. Wir hatten uns ja vorgenommen, die Katzen so zu erhalten, als könne sie morgen in den verschneiten Winter von Maine gehen und sich dort selbst ernähren.
Diese Flattermänner, die bei einer bekannten Katerkarikatur zu sehen sind, möchten wir bei Maine Coon nicht sehen, auch nicht im Einzelfall.
Hoch am Kopf stehend sind sie vor allem in Jugendzeiten. Die Ausnahmen für erwachsene Kater gehören hierher, bei deren breiteren Köpfen die Ohren "zur Seite wachsen." Bei derartigen Bemerkungen bin ich des öfteren auf einen Kommentar zum Standard verwiesen worden, dessen Annahme dann später verweigert wurde, weil diejenigen, die den Standard nicht geschrieben hatten, viel besser wußten, was die Autorinnen im Sinn hatten.
Im früheren Standard war zu lesen, daß die Ohren mindestens eine Ohrenbreite weit auseinander zu stehen hätten. In dem Bestreben, alles noch etwas besser zu machen, wanderten die Ohren der Lieblinge soweit zur Seite, daß sie schon fast in der Mitte der Wange saßen, und kleiner wurden sie auch von Mal zu Mal. So haben wir eben lapidar diese Maßeinheit aufgeschrieben.
Die Beschreibung des Ohrenansatzes hat etwas mit der Stellung der Ohren zu tun und ist schwer beschreibbar. Ich denke, unserem Versuch der Formulierung kann man zustimmen
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Augen
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Form
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Gross und weit ausseinanderstehend. Leicht oval, aber nicht mandelförmig, erscheinen rund, wenn sie weit offen sind. Leicht schräg in Richtung äusserem Ohransatz gesetzt.
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Farbe
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Jede Farbe ist erlaubt. Es gibt keine Verbindung zwischen Augen- und Fellfarbe: Klare Augenfarbe ist wünschenswert.
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Hier käme der eulenartige Ausdruck wahrscheinlich am besten als Beschreibung zur Geltung. Sehr lange wurde debattiert, ob die geraden - etwas tief ins Auge fallenden - Oberlider bei manchen Katzen als Fehler extra aufgenommen werden sollten. dann haben wir uns entschlossen, nur die Positivbeschreibung aufzunehmen - mit einer Ausnahme. Das heisst, die Augen müssen so platziert sein wie hier beschrieben, alles andere ist ein Fehler.
Der Satz: jede Farbe ist erlaubt, hat mir persönlich weh getan. Es ist sicher konsequent, wenn wir auch alle Fellfarben zulassen. Aber Maine Coon-Augen sind nicht stachelbeergrün, sie haben einen grünen und einen goldenen Ring um die Pupille. Viele unserer Katzen haben noch solche Augenfarben. In den USA würden sich manche freuen, die Farben noch zu haben. Hier kann man nichts Eiligeres tun als jeder Mode nachzurennen.
Wenigstens eines ist mir gelungen. Man hat den Satz, dass klare Augenfarben erwünscht sind stehen lassen. Der gleiche Satz, obgleich doch ungleich wichtiger, bei Fellfarben und -mustern ist mir von den FIFE-Richtern gestrichen worden. Ich wüsste sehr gerne warum.
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Nacken
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Kater haben einen stark muskulösen Nacken.
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Brauchts da nen Kommentar?
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Körper
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Struktur
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Der Körper sollte lang sein, starker Knochenbau mit harter Muskulatur, kraftvoll, breiter Brustkorb. Grossformatig, der Körper sollte mit allen Körperteilen im Gleichgewicht sein, um ein rechteckiges Aussehen zu erzeugen.
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Beine
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Kräftig, mittlere Länge, um ein Rechteck mit dem Körper zu bilden.
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Pfoten
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Gross, rund und zwischen den Zehen gut bebüschelt.
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An dieser Stelle hat eine besondere Betonung von Kraft, Stärke und Ausdruck den Sinn, die charakteristischen Maine Coon Formen dieser grossen Katze in Erinnerung zu bringen. Dicke niedliche Bärchen sollen nicht das Zuchtziel sein, sondern zugunsten von Knochenbau und Muskulatur abgespeckte lange, grosse Katzen, deren Körper trotz der hohen Beine rechteckig wirkt.
Wichtig ist auch hier, wie schon bein Gesamteindruck beschrieben worden ist, dass das Gesamtbild von guter Proportion ist und alle Teile - hier also Beine und Körper - zusammen ein harmonisches Bild ergeben. Ein langgestreckter Körper auf zu kurzen Beinen ist ebenso unharmonisch wie umgekehrt lange, kräftige Beine, die einen zu kurzen Körper tragen.
Ich weiss, es steht nicht im Standard, trotzdem möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Katzen auf ihren Zehen laufen. Viele halten das, worauf sie stehen für die Füsse, die aber, besonders die Hinterfüsse, sind sehr viel grösser. Unter Pfoten werden in diesem Falle die Zehen verstanden, denn die Hinterfüsse beispielsweise könnten ja schlecht rund sein. Das sähe nicht nur ausserirdisch aus, es behinderte unsere Tiger auch ganz erheblich.
Mit den Haarbüschelchen zwischen den Zehen verhält es sich ebenso wie mit den Pinselchen und anderen hierzulande nicht so lebenswichtigen Funktionen. Da, wo sie herkommen, brauchen die Katzen aber ihre Schneeschühchen. Das heisst also für uns: schöne. lange, dichte Büschelchen.
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Schwanz
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Mindestens so lang wie der Körper vom Schulterblatt bis zum Schwanzansatz. Breit am Ansatz, spitz zum Schwanzende zulaufend, mit vollem, wehendem Schwanzhaar. Das Schwanzhaar ist lang und bleibt immer wehend.
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Ach hätt ich nur den Einwänden der Mitautorinnen widerstanden.
Der jetzt im Standard stehende Satz veranlasst Züchter, Katzen mit extralangen Schwänzen zu züchten. das ist ein Fehler, weil wieder die Proportionen aus dem Gleichgewicht geraten. Da sollte nun ein Anhaltspunkt gegeben werden, und was geschieht? Die Richter/innen drehen den armen, widerstrebenden Katzen die Schwänze auf den Kopf und konstatieren, wenn er nicht bis dorthin reicht:"Zu kurz!" "Falsch!" möchte man dann sofort sagen. "Ja, wo sehen Sie denn bei einer Katze das Schulterblatt?" Die vorgeschriebene Mindestlänge misst soviel wie der Körper vom Schulterblatt, nicht vom Hals, nicht vom Kopf und nicht von der Nase, bis zum Schwanzansatz lang ist. Sollte der Schwanz länger sein, auch gut, aber ein besonders herausragenes Qualitätsmerkmal, das vielleicht noch zur Bevorzugung dient, ist es nicht.
Für alle Katzen bitte ich an dieser Stelle die Richter und Richterinnen, die bei den Katzen zum Zwecke der Einschätzung der Schwanzlänge immer noch das oben geschilderte Verfahren anwenden, davon abzulassen. Sie bereiten den Katzen Schmerzen und erzeugen Widerwillen gegen Ausstellungen. Es reicht völlig, den Schwanz in einem leichten Winkel nach hinten auszustrecken, ohne daran ziehen zu müssen, um die Länge per Augenmass einschätzen zu können.
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Fell
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Struktur
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Allwetterfell. Dicht.
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Kurz am Kopf, den Schultern und den Beinen, allmählich entlang des Rückens und an den Seiten nach hinten hin länger werdend, mit langen strähnigem Fell am Bauch. Eine Halskrause wird erwartet. Textur seidig. Das Fell hat Stand. Ist glatt fallend.Die Unterwolle ist weich und fein, von dem groben, glatten Deckhaar bedeckt.
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Farbe
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Alle Farben sind erlaubt, mit Ausnahme von Abzeichen, der Farben chocolate, cinnamon, lilac und fawn,
sowie des Burma-Faktors. Jeder Weissanteil ist erlaubt.
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Für den Ausdruck Allwetterfell bin ich recht gescholten worden, dabei war ich so stolz auf meine Erfindung. Dann fanden plötzlich alle den Ausdruck so selbstverständlich, als sei er immer schon dagewesen. Mir kam er eben auch ganz bezeichnend vor.
An der dann folgenden Beschreibung habe ich lange gestrickt, viele Widerstände überwinden müssen und bin auf reichlich Unverständnis gestossen wegen der "Pluderhosen". Die Fellhosen müssen eben bis zu den Fussknöcheln der Hinterbeine gehen und nicht bis zum Knie oder kurz darunter. Mich hat die Hartnäckigkeit, mit der das immer wieder behauptet wurde, so lange gewundert, bis ich entdeckte, dass viele den Knöchel der Katzen für das Knie halten. Dann ist es natürlich kein Wunder. Aber Katzenanatomie gehört zum Züchten.
Diskussionen gab es, wie schom erwähnt, um die Kragen bzw. die Halskrausen. Da, wo es sie noch gibt, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es sich bei Maine Coon nicht um einen Backenbart, sondern um eine Nackenkrause handelt, die wie der Name sagt am Nacken beginnt und sich zur Brust hin verjüngt. Auch fünf Haare rechts und links des Halses sind keine Krause.
Ein ganz besonderes Thema war die übersetzung des Wortes "shaggy". Da haben zum Schluss alle aufgegeben. Ich habe nach Studium amerikanischer Literatur und genauer Betrachtung der Fellstruktur, Befragung völlig Unabhängiger und meditativer Begabung der FIFE schliesslich "strähnig fallend" angeboten und bin nicht ganz verstanden worden, wo denn das Problem sei und wie man um so ein Wort ringen könne. Dass es aber wichtig ist, sehen wir heute, wenn Maine Coon auf Ausstellungen wie Plüschbärchen hergerichtet werden. Was bitte entspricht da noch dem Standard? eine gut gepflegte Maine Coon hat strähnig fallendes Fell, wenn sie sich bewegt. Richter, die diese Tiere anders präpariert haben wollen, müssen erst den Standard umschreiben.
Massive Fellfehler sieht man heute relativ oft, die nicht moniert werden: das gleichlange Fell - wenn darauf nicht mehr geachtet wird haben wir bald ein anderes Haarkleid bei der Maine Coon.
Die Fellstruktur ist sehr unterschiedlich und vielfältig, oft auch von den Farben abhängig. Die Beschreibung ist ungleich schwieriger als die Einschätzung. Die gewählte Formulierung hat mich nicht zufriedengestellt und bedarf der Erläuterung. Um diese ganze Passage ist sehr gerungen geworden. Jedes Wort wurde abgewogen, verworfen, neu konstruiert, besprochen in vielen Abstimmungsgesprächen. Man sieht den wenigen Zeilen nicht an, wieviel Arbeit sie gemacht haben.
Leider war man nicht bereit, die Aufforderung zu klaren Farben und Fellmustern in den Standard zu nehmen. Die Einschränkung bei den Farben ergeben sich aus der Genetik und sind hinreichend logisch.
Daß aber jeder Weißanteil erlaubt ist, bringt jede Menge Probleme mit sich. Medallions und Abzeichen sind nicht erlaubt. Sind nun die kleinen weißen Flecken, die wir so oft bei Maine Coons sehen = jede Menge Weissanteil? Werden diese Tiere mit weiss oder ohne gemeldet oder ausgestellt? Nicht nur Züchter sind verunsichert.
Da zeigt sich auch, ob Richter eine Ahnung von Genetik haben.
Noch schlimmer ist es, wenn auch Richter nicht wissen, dass Tabbys ein weisses Kinn haben müssen. Wenn diese Zeichnung dann noch bis zum Hals reicht, gibt es einen Berateraufstand. Auf der Strecke bleibt meist ein hilfloser Züchter. Richterurteile sind nun mal unanfechtbar. Das ist nicht einmal die Genetik, denn noch weiss man nicht, ob die mehr oder weniger grossen "kleinen weissen Flecken" bei Tieren, die kein Weiss haben dürften, nicht doch von einem Gen herrühren, das noch unbekannt ist. wir werden uns etwas einfallen lassen müssen. Nur der Standard gibt uns an dieser Stelle keine Hilfe.
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Kondition
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Die Maine Coon sollte immer in guter Balance, Kondition und Proportion sein.
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Um dieses Wort haben wir sehr gekämpft, waren aber nicht darauf gefaßt, daß wir von unterschiedlichen Inhalten reden. Wir verstanden darunter den speziellen kraftvoll gesunden, Stärke und Potenz ausstrahlenden Ausdruck einer Maine Coon, die in Topform ist. Dafür wollten wir bei der Vergabe der Punkte auch einen ordentlichen Zuschlag erreichen. Das ist uns nicht gelungen, wie Sie gleich sehen werden. Alles, was wir erreicht haben ist, daß ein wichtiger Satz drin steht, aber hinter der falschen Vokabel und am falschen Platz.
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Anmerkungen
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Der Typ muss immer gegenüber der Farbe bevorzugt werden.
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Einer sehr langsamen Entwicklung der Katze sollte Rechnung getragen werden.
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Vollentwickelte Kater können grössere und breitere Köpfe als Kätzinnen haben.
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Kätzinnen sind verhältnismässig kleiner als Kater. Dieser benerkenswerte Grössenunterschied muss berücksichtigt werden.
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Die Länge des Fells und die Dichte der Unterwolle variieren mit den Jahreszeiten.
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Hier stehen wahllos Sätze, die bei anderen Rubriken herausgeflogen sind, aber nicht einfach gestrichen wurden, weil wir unsere Formulierung ja mehrfach begründet hatten und die Zusammenhänge gewahrt wissen wollten. Am deutlichsten zeigt sich das am ersten Satz. Das sahen die Entscheidenden aber anders.
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Fehler
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Allgemein
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unharmonische Proportionen insgesamt kleine Katze
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Kopf
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runder Kopf gerades oder konvexes Profil
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Nase
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Break der Nase
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Schnauze
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hervorstehende Schnurrhaarkissen runde oder spitze Schnauze
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Kinn
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fliehendes Kinn
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Ohren
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weit auseinanderstehende, nach aussen stehende Ohren
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Augen
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schrägliegende,mandelförmige Augen
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Körper
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feiner, leichter Körperbau kurzer gedrungener Körper
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Beine
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lange staksige Beine
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Schwanz
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kurzer Schwanz
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Fell
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Fehlen des langen Felles am Bauch überall gleichlanges Haar Fehlen jeglicher Unterwolle
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Na ja. Zu ergänzen ist vielleicht bei der Rubrik Schnauze, daß hier nicht gemeint ist, die Katze habe ein schiefes Gesicht, weil sie ein herausragendes Schnurrhaarkissen hat. Auch zwei hervorstehende Schnurrhaarkissen sind nicht erwünscht, und nach der als kantig beschriebenen Schnauze einleuchtend ein Fehler.
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